

Centek ist eine russische Marke aus Krasnodar, und die Baureihe CT-65 ist im unteren Preissegment angesiedelt. CT-65A09 ist ein klassisches On/Off-Klimagerät mit 2,8 kW, im Einzelhandel für 20–22 Tausend Rubel. Das ist etwas über dem absoluten Markttief, doch die Marke verspricht den Händlern, beim Innengerät nicht zu sparen. Wir haben überprüft, ob dieses Versprechen metallisch untermauert ist.


Centek ist eine russische Marke aus Krasnodar, und die Baureihe CT-65 ist im unteren Preissegment angesiedelt. CT-65A09 ist ein klassisches On/Off-Klimagerät mit 2,8 kW, im Einzelhandel für 20–22 Tausend Rubel. Das ist etwas über dem absoluten Markttief, doch die Marke verspricht den Händlern, beim Innengerät nicht zu sparen. Wir haben überprüft, ob dieses Versprechen metallisch untermauert ist.
1 / 5Das Innengerät löst das Versprechen sauber ein: zweireihiger Wärmetauscher, nach unseren Messungen 0,22 m² Kupferrohrfläche bei 7 mm Durchmesser – fast doppelt so viel wie unser Mindestwert von 0,13 m², während Wettbewerber in dieser Preisklasse meist genau dieses Minimum verbauen. Das Außengerät hingegen zeigt eine Auffälligkeit: exakt dieselbe Fläche von 0,22 m², aber dünnes Kupfer mit 5 mm und ein Radiator von nur 12 mm. Üblicherweise sollte das Außengerät rund 30 % größer sein als das Innengerät – hier sind beide gleichauf. Das heißt: Der Kompressor muss unter erhöhter Last arbeiten, und der Besitzer wird das Außengerät regelmäßig reinigen müssen. Das eingesparte Kupfer hat die Marke genau hier „versteckt“, und diese Gleichheit macht Heizen praktisch zunichte.
Der JMCC-Kompressor der Klasse A mit Index 95 ist für 2,8 kW Nennleistung ein solides Aggregat. Die maximale Leitungslänge von 20 Metern liegt über dem Marktdurchschnitt (meist ~15) – ein echter Pluspunkt für die Installation. Es ist jedoch ein On/Off-Gerät, und einen ernsthaften Anspruch auf Betrieb bei Frost stellt es nicht – und kann ihn konstruktionsbedingt auch nicht erfüllen.
Die Fernbedienung auf AUX-Plattform ist praxisgerecht umgesetzt: russische Beschriftung, Tasten in unterschiedlichen Farben, separate beleuchtete Modustasten, sofortige Reaktion. Wi‑Fi, Apps und Präsenzsensoren fehlen – das ist ein ehrliches, schlichtes Bedienteil. Die Luftklappen werden manuell verstellt, insgesamt zwei Segmente. Die Filtration beschränkt sich auf ein grobes Gitter: weder Feinfilterung noch UV-Lampen, Ionisatoren oder Selbstreinigung.
Der Hersteller gibt 23 dB an – wir haben 35 dB bei Minimaldrehzahl gemessen, etwas über unserem Mittelwert von 33 dB, für ein Non‑Inverter-Gerät aber noch im Rahmen. Der Ventilator hat fünf Stufen, was in dieser Budgetklasse großzügig ist. Bei Unterspannung bleibt das Gerät stabil: bei 150 V läuft es mit ~4,2 A, bei einem Einbruch auf 100 V schaltet es ab und startet nach Spannungsrückkehr selbstständig – nützlich für Netze im Süden.