

Werksmodell eines renommierten chinesischen Herstellers: sieben echte Lüfterstufen, rekordniedrige Vibrationen des Außengeräts und stabiler Betrieb bei 100 V. Schwachpunkt ist der sparsam ausgelegte Wärmetauscher.


Werksmodell eines renommierten chinesischen Herstellers: sieben echte Lüfterstufen, rekordniedrige Vibrationen des Außengeräts und stabiler Betrieb bei 100 V. Schwachpunkt ist der sparsam ausgelegte Wärmetauscher.
1 / 7AUX hat in den letzten Jahren sowohl in Russland als auch weltweit spürbar zugelegt: Es ist eine Werksmarke und keine OEM-Kopie, und sie betreibt eine eigene Inverter-Produktlinie. Classic Inverter ist nicht die einfachste Serie des Herstellers, und das getestete AS-H09A4 positioniert sich zwischen den „ganz billigen“ Invertern und den soliden Mittelklassegeräten. Der Straßenpreis um die vierzigtausend für eine „Neun“ wirkt aus unserer Sicht leicht überzogen — ein fairer Preis läge eher bei fünfunddreißig.
Optisch ist das Innengerät sauberer verarbeitet als die meisten OEM-Modelle aus demselben Werk. Die Front ist dünn, matt, mit seltenen perforierten Streifen und einem kontrastreichen AUX-Logo. Die Oberfläche wirkt hochwertig, das Logo wird allerdings etwas stärker betont, als man es sich wünschen würde — Geschmackssache. Die Lamellen sind perforiert, ohne Grate an den Kanten; man sieht, dass die Formen im Werk eine neue Generation sind.
Im Inneren folgt das Gerät einer vereinfachten Logik. Wi‑Fi ist über einen USB-Anschluss umgesetzt — das Modul muss separat gekauft werden. Im Lieferumfang ist nur der Grobfilter, eine Feinfilterung gibt es gar nicht. Dafür lässt sich die horizontale Lamellenverstellung (links/rechts) per Fernbedienung steuern, was in dieser Klasse nicht überall üblich ist. Die Fernbedienung selbst ist im typischen „AUX-Stil“: schwarzer Rahmen, großes Display mit Hintergrundbeleuchtung, Anzeige des Batteriestands und rosafarbene Tastenbeleuchtung im eingeschalteten Modus. Die Beschriftung ist auf Englisch; eine russifizierte Version hat man hier nicht vorgesehen.
Die Lüfterstufen werden nach dem Prinzip „alles über eine Taste“ geschaltet: Silence, dann fünf Zwischenstufen und Turbo. Umgerechnet ergeben sich sieben echte Stufen mit einem zweifachen Luftgeschwindigkeitsbereich — von 2,8 bis 6,5 m/с. Die Werksmarke kalkuliert keine „Marketing“-Zahlen: Was auf dem Aufkleber steht, so arbeitet das Gerät auch in der Praxis.
Die wichtigste Messgröße beim Innengerät ist der Schalldruckpegel im leisesten Modus. Das Messgerät zeigte 30,2 dБ. Das ist ein sehr guter Wert — zumal Silence hier keine „nominale“ Stufe ist, sondern eine vollwertige Arbeitsdrehzahl ohne versteckte Absenkung.
Einen Zusatztest zur Netzunterspannung haben wir über einen Labor-LATR durchgeführt: 150 V und 100 V am Eingang absolvierte das Klimagerät ohne Abschaltung des Kompressors. Für Datschen, den Privatsektor und SNT mit Spannungseinbrüchen an der Steckdose ist das ein nützliches Merkmal; indirekt spricht es zudem für Reserven bei der Komponentenbasis.
Technisch wirkt das Innengerät innen bescheidener. Der Wärmetauscher ist kombiniert ausgeführt: die Rückseite zweireihig mit Auslassungen, die Vorderseite einreihig, 5‑mm‑Kupfer, zehn Bögen auf 56 cm Länge. Nach unserer Messmethode beträgt die Kupferoberfläche 0,18 m² — selbst für ein 9er-Gerät eher knapp.
Das Außengerät ist bewusst schlicht im „Retro“-Design gehalten, mit Schutzgitter über dem Wärmetauscher — ein Detail, das teure japanische Hersteller seit einigen Jahren demonstrativ weglassen. Die Abmessungen sind kompakt; für ein 9er fällt das in die Kategorie „klein und leicht“. Der Kompressor ist ein GMCC der KSN-Serie mit Index 89: modern, nicht vereinfacht, in der Leistung für eine „Neun“ jedoch eher knapp dimensioniert. Der Lüftermotor ist ein DC JMCC im Verbundgehäuse; die Dämmhülle ist zweilagig.
Bei der Kupferfläche erreicht das Außengerät nicht das Klassenniveau: 5‑mm‑Rohr, 11 Bögen à 64 cm ergeben 0,22 m². Das ist keine „brutale Sparmaßnahme“, aber gerade wegen der beiden Wärmetauscher schöpft das Gerät nicht die Energieeffizienz aus, zu der ein solcher Kompressor theoretisch fähig wäre.
Dafür überrascht die Vibrationsmessung angenehm: 0,11–0,13 — eines der besten Ergebnisse der Saison in dieser Klasse. Das Gerät startet weich, das Kältemittel „gluckert“ nicht, der Geräuschhintergrund des Außengeräts bleibt niedrig.
Unterm Strich passt AUX Classic Inverter in die Formel „ehrlicher Werks-Inverter ohne Allüren“. Stärken sind sieben echte Stufen, sehr niedriger Geräusch- und Vibrationspegel, eine praktische Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und Batteriestandsanzeige sowie stabiler Betrieb bei 100 V. Schwächen sind die kleinen Wärmetauscher in beiden Einheiten, das Fehlen eines Feinfilters und einer russischsprachigen Fernbedienung sowie das etwas zu präsente Markenlogo. Empfehlenswert für alle, die einen einfachen Inverter fürs Schlafzimmer suchen und Wert auf leisen Betrieb zusammen mit einem kompakten, geräuscharmen Außengerät legen — vorausgesetzt, der Preis lässt sich eher in Richtung fünfunddreißigtausend finden.