

Wenig bekannte Marke aus dem TCL-Werk: sieben Lüfterstufen, integriertes Wi‑Fi direkt bei der on/off-Zwölf und dickes 7‑mm-Kupfer. Ein Preis von 45.000 für einen Nicht‑Inverter ist der Hauptkritikpunkt.


Wenig bekannte Marke aus dem TCL-Werk: sieben Lüfterstufen, integriertes Wi‑Fi direkt bei der on/off-Zwölf und dickes 7‑mm-Kupfer. Ein Preis von 45.000 für einen Nicht‑Inverter ist der Hauptkritikpunkt.
1 / 6Coolberg ist für den russischen Markt eine noch relativ junge Marke, und am Erscheinungsbild lässt sich das Werk nicht sofort erkennen: Das Design des Innengeräts ist betont minimalistisch, die Fernbedienung wirkt neutral. Doch der Aufkleber unter dem Gehäuse schafft Klarheit: Produziert wird das Modell von TCL – einem der größten OEM-Werke mit eigener Werksmarke. Heißt: Coolberg ist in diesem Familienzweig die jüngere Linie mit anderem Branding, aber vom selben Band.
Vor uns steht die Serie City – das zwölfte Modell im on/off-Format. Es ist 2025, und schon die Tatsache einer on/off‑„Zwölf“ für 45.000 Rubel wirft Preisfragen auf: Die „Sieben“ derselben Linie kostet um die dreißig, ebenfalls nicht günstig nach heutigen Maßstäben. Das Zwölfersystem ist das Format fürs „heiße Zimmer“; in südlichen Ländern starten Klimageräte oft gar nicht erst bei kleineren Leistungen – und Coolberg City ist klar auf eine Region ausgelegt, in der das Gerät im Kühlbetrieb tatsächlich gefordert wird.
Im Gehäuseinneren gibt es keine Überraschungen. Gegenüber dem billigen Kunststoff vieler Wettbewerber fällt ein klarer Pluspunkt auf: Das Wi‑Fi‑Modul ist ab Werk verbaut. Bei einer on/off‑Zwölf ist das selten – selbst namhafte Hersteller verkaufen Wi‑Fi bei teureren Inverter-Geräten bis heute oft als Option. Feinstaub-/Feinfilter liegen nicht bei – ein typisches Manko des Budgetsegments. Die Lamellensteuerung ist per Fernbedienung in vier Richtungen umgesetzt; mitgeliefert wird eine normale Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und englischen Beschriftungen.
Die Lüfterstufen sind bei diesem Modell sieben: „Silent“, fünf Zwischenstufen und „Power“. Gesteuert wird das über eine Taste mit schnellem Sprung in die Extremmodi. Der Volumenstrom steigt gleichmäßig an, ohne harte Stufen; in unserer Messung zeigte das Gerät auf Minimalstufe 34,1 dB – für eine on/off‑Zwölf noch im akzeptablen Bereich, rund ein Drittel über dem Saisonmittel. Mechanische Nebengeräusche sind nicht zu hören, es rauscht nur die Luft.
Netz-Stresstest am Labor‑LATR: Bei 150 V läuft die Klimaanlage ruhig weiter und „zieht“ stabil 1 kW; bei 100 V schaltet der Kompressor bereits ab. Für eine Wohnungssteckdose ist die Reserve mehr als ausreichend, für ein abgelegenes Ferienhaus mit langer Leitung liegt es am Limit.
Im Inneren ist der Aufbau gemischt: Die Hauptleitungen sind kräftig dimensioniert, das Kupfer ist 7 mm stark (eine seltene Großzügigkeit im on/off‑Segment), aber die Kabel und ein paar Reserve‑Steckverbinder unter dem oberen Gehäuseteil sind unsauber verlegt. Der Wärmetauscher des Innengeräts ist zweireihig, 12 „Schlangen“ à 57 cm, Oberfläche 0,30 m². Für ein Zwölfermodell ist das ein Standardwert.
Das Außengerät wiegt 26 kg, ist sauber montiert und hat eine doppelte Isolierummantelung am Kompressor. Der Kompressor ist ein GMCC mit Index 135 (für 4 kW Kälteleistung) – also passend ausgelegt, ohne Schönrechnen nach unten. Die Kupferoberfläche des Außentauschers liegt bei 0,37 m². Das ist ein zurückhaltender Wert: Für ein Zwölfermodell wären 0,40–0,50 wünschenswert, von harter Sparerei kann man hier aber nicht sprechen. Die Vibration beträgt 0,20 – ein normaler Wert.
Zu den interessanten Praxisdetails: Gehäuseformen und die Qualität der Kupferrohre sind bei Coolberg identisch mit dem, was wir bei anderen, bekannteren Marken desselben Zulieferers sehen. TCL hat Coolberg also im Vergleich zu seinen „größeren“ Marken nicht „billiger“ gemacht – anders sind nur Preis und Verpackung. Aus technischer Sicht ist Coolberg nicht schlechter als die Geräte nebenan.
Fazit zu Coolberg City: ein ordentliches on/off‑Klimagerät mit ehrlichem Kompressor, dickem Kupfer und Wi‑Fi ab Werk – dessen größtes Problem der eigene Verkaufspreis ist. Stärken: sieben Stufen, integriertes Wi‑Fi, GMCC für 4 kW, dickes 7‑mm‑Kupfer, geringe Vibration, stabiler Betrieb bei 150 V. Schwächen: zu teuer für die Klasse, kein Feinfilter, kein Inverter, Heizen nur bis −7 °C. Empfehlenswert für alle, die wirklich eine on/off‑„Zwölf“ brauchen – für ein heißes Zimmer, ein Südseiten‑Arbeitszimmer, ein selten genutztes Ferienhaus im Süden – und bereit sind, sie zu einem Preis unter der offiziellen UVP zu suchen.