

Russische Neuheit 2025 auf AUX-Plattform: rekordniedrige Vibrationen des Außengeräts (0,07), 15 Rohrschleifen im Innenwärmetauscher und saubere Verarbeitung — doch Wi‑Fi bleibt weiterhin optional.


Russische Neuheit 2025 auf AUX-Plattform: rekordniedrige Vibrationen des Außengeräts (0,07), 15 Rohrschleifen im Innenwärmetauscher und saubere Verarbeitung — doch Wi‑Fi bleibt weiterhin optional.
1 / 6FeRRUM ist eine russische Marke, und die Serie Titan ist deren Neuheit für 2025. Das Modell IFIS09VR ist eine Inverter-„Neun“ mit einem Preis von rund 39 400 Rubel; die nächstkleinere „Sieben“ derselben Linie liegt etwas darüber, bei etwa 47 Tausend. Gefertigt wird im AUX-Werk, und konstruktiv ist das ein klar wiedererkennbarer AUX der höheren Klasse mit eigener Frontblende. Angegeben sind Energieeffizienzklasse A++, 4D-Betrieb, antibakterieller Filter, 3 Jahre Garantie und Wi‑Fi-Vorbereitung (das Modul ist jedoch nicht vorinstalliert — eine typische Zurückhaltung in dieser Klasse; bei diesem Preis würde man Wi‑Fi eigentlich gern serienmäßig an Bord sehen).
Optisch ist das Innengerät schön verarbeitet: eine abgerundete Front mit einer feinen „Welle“ rundum, sauber aufgebrachter Markenlogo, die Klappe öffnet weit. Im Lieferumfang ist ein Feinfilter in einer speziellen Tasche. Die Fernbedienung ist zweisprachig: Cool/Heat sind sowohl auf Russisch als auch auf Englisch beschriftet, die übrigen Tasten nur in Lateinschrift; es gibt eine Displaybeleuchtung sowie eine separate Taste zum direkten Start der Kühlung ohne Umweg über das Menü.
Die Lüfterstufen sind AUX-typisch umgesetzt: drei offen anwählbare Stufen (Low / Med / High) plus Turbo und Auto sowie eine im Untermenü versteckte fünfte Stufe Silence. Alle fünf Stufen arbeiten in der Praxis und unterscheiden sich spürbar im Luftstrom. Beim Geräuschpegel zeigte das Gerät auf der minimalen Silence-Stufe 32 dB — ein gutes Ergebnis, unter dem Saisondurchschnitt; ein leichter mechanischer Grundton ist vorhanden, ab zwei Metern Abstand vom Gerät jedoch nicht mehr hörbar.
Den Netz-Stresstest am Labor-LATr besteht das Klimagerät mit Bestnote: sowohl bei 150 V als auch bei 100 V Eingangsspannung läuft es ohne Abschaltungen des Kompressors.
Im Inneren ist der Wärmetauscher des Innengeräts mit erkennbarer Sorgfalt auf Fläche ausgelegt. Die Konstruktion ist kombiniert: Auf eine doppelte Reihe Rohrschleifen folgt an den Seiten eine einfache, dazu kommt unten eine separate „Zusatz“-Reihe — der Hersteller biegt den Wärmetauscher buchstäblich entlang der Geräteform, um maximale nutzbare Fläche herauszuholen. Kupfer 5 mm, 15 Rohrschleifen, Windungslänge 55 cm, Oberfläche 0,26 m². Für eine „Neun“ in diesem Preisbereich ist das ein starker Wert — und offensichtlich einer der Bereiche, in die der Hersteller gezielt investiert hat.
Das Außengerät ist spürbar kompakter als bei Wettbewerbern: 18,5 kg Gewicht, dabei gibt es Portschutz und Tragegriffe. Die größte Überraschung ist die gemessene Vibrationsamplitude: 0,07. Das ist der bislang niedrigste Wert der Saison; haptisch arbeitet das Gerät nahezu ohne Körperschallübertragung. Erklären lässt sich das durch zwei Faktoren: eine hochwertige doppelte Isoliermanschette am Kompressor und einen Inverter-DC-Lüftermotor mit echter Drehzahlregelung.
Der Kompressor ist ein GMCC der KSN-Serie mit Index 89, eine moderne Inverter-Baureihe, für die „Neun“ ohne künstliche „Herunterstufung“ gewählt. Merkwürdigkeiten gibt es ebenfalls: An den Rohrschleifen des Wärmetauschers ist eine leichte grüne „Tönung“ zu sehen — eine werkseitige Markierung ohne funktionale Bedeutung. Das Kupfer im Außengerät ist dickwandig, 8 mm, was in dieser Klasse eher selten großzügig ist; jedoch gibt es nur 9 Rohrschleifen bei 63 cm Länge, die resultierende Oberfläche beträgt 0,28 m². Die Einsparung am Außengerät ist also eher in der Stückzahl zu sehen, nicht in der Rohrstärke.
Das Klimagerät wurde uns vom Distributor „Severkons“ für den Test bereitgestellt — ein Argument dafür, dass die Marke bereits in eine größere Partnerkette eingebunden ist. Für Monteure oder Händler, die das Modell ins Sortiment aufnehmen, bedeutet das: Garantieabwicklung und Austausch auf Lager laufen über nachvollziehbare Wege.
Das Fazit zum FeRRUM Titan IFIS09VR: ein souveräner Mittelklassevertreter mit zwei klaren Stärken — wirklich niedrige Vibrationen am Außengerät und eine ungewöhnlich durchdachte Auslegung des Innenwärmetauschers. Pluspunkte: Rekordwert 0,07 bei den Vibrationen, dicht gepackter Innenwärmetauscher, dickes 8‑mm-Kupfer außen, ordentliche Fernbedienung mit Beleuchtung und russisch-englischer Beschriftung, stabiler Betrieb bei Unterspannung, Leitungslänge 20 m, ansprechendes Design. Minuspunkte: Wi‑Fi weiterhin nur optional (statt Serienausstattung), eher bescheidene Kupferfläche des Außenwärmetauschers, im Untermenü versteckte Silence-Stufe. Empfehlung für alle, die einen leisen Inverter mit kompaktem, geräuscharmem Außengerät suchen und bereit sind, sich mit einem nachzukaufenden Wi‑Fi-„Dongle“ zu arrangieren.