

FUNAI Akoya wird unter dem Label „Japaner“ im Midea‑Werk gefertigt: integriertes Wi‑Fi, 30,1 dB gemessener Schalldruck, 0,08 Vibrationen am Außengerät und Drehzahlregelung in Prozent. Für seinen Preis um die vierzigtausend – ohne klare Sparspuren.


FUNAI Akoya wird unter dem Label „Japaner“ im Midea‑Werk gefertigt: integriertes Wi‑Fi, 30,1 dB gemessener Schalldruck, 0,08 Vibrationen am Außengerät und Drehzahlregelung in Prozent. Für seinen Preis um die vierzigtausend – ohne klare Sparspuren.
1 / 8FUNAI wird am russischen Markt als japanische Marke positioniert, und die Serie Akoya ist die wichtigste Inverter‑Baureihe. Auf dem Aufkleber des Innengeräts wird der Hersteller nicht verschwiegen: „Midea Air Conditioning“. Das Gerät kommt also aus dem größten chinesischen OEM‑Werk – in diesem Sinne ist die japanische Legende vor allem Marketing für das Verkaufsregal. Technologisch nutzt das Modell jedoch die Midea‑Entwicklungen der letzten Jahre: von der prozentualen Lüfterregelung bis zum PAM‑Inverter.
Die getestete Variante ist für 25 Quadratmeter ausgelegt und kostet etwa 37–40 Tausend Rubel. Das ist 2025 die „Mittelklasse“ unter den 9ern; in dieser Preislage ist ein integriertes Wi‑Fi heute folgerichtig – und hier ab Werk vorhanden. Das Modul ist als USB‑Stick ausgeführt, verborgen hinter Frontblende und Abdeckung des Anzeige‑Segments; der Zugriff ist im Serienzustand unkompliziert. Den deklarierten Ionisator konnten wir im Bild physisch nicht lokalisieren (möglicherweise als „verkabeltes“ Element im Inneren ohne separates Bauteil) – dieser Punkt bleibt als offene Frage an den Hersteller.
Im Gerät liegen zwei farbige Feinfilter bei (silbern und grün) – in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit; sie lassen sich leicht entnehmen und auswaschen.
Die Fernbedienung wirkt für FUNAI untypisch: schwarzes Gehäuse, die Ziffern leuchten selbst auf schwarzem Display. Die Bedienlogik ist spürbar besser als bei manchen Plattform‑Nachbarn: Modus‑ und Temperatureinstellung sind intuitiv, die Tasten reagieren ohne die für Midea typische „Doppelverzögerung“. Real gibt es fünf Lüfterstufen in 20‑%‑Schritten, über ein Untermenü lässt sich jedoch jeder Zwischenwert von 1 bis 100 setzen. Der Unterschied zwischen 1% und 20% liegt beim realen Luftvolumen innerhalb der Messungenauigkeit – praktisch heißt das: fünf echte Stufen plus etwas Feintrimmung, nicht hundert vollwertige Modi.
Beim Geräuschpegel auf der leisesten Stufe messen wir 30,1 dB. Das ist einer der niedrigsten Werte in unserer Messreihe dieser Saison; weder mechanisches Klicken noch „Luftbrummen“ ist hörbar – das Gerät arbeitet tatsächlich leise. LATR‑Test: sowohl 150 V als auch 100 V am Eingang steckt der Klimagerät weg und kühlt weiter ohne Fehler.
Der Innenwärmetauscher ist zweireihig mit Auslassungen: hinten zwei Reihen, vorne eine. Kupfer 5 mm, 10 U‑Bögen, Windungslänge 61,5 cm. Die resultierende Oberfläche beträgt 0,19 m². Das liegt leicht unter dem Saisonmittel und ist die einzige Stelle, an der sichtbar wird: 40 Tausend sind noch „Mittelklasse“ und nicht Premium.
Das Außengerät ist ohne Schnörkel, aber auch ohne sichtbare Sparmaßnahmen: typisches Midea‑Frontdesign mit Diffusoren über die gesamte Höhe, Portschutz, ein praktischer Griff. Bei den Vibrationen ergab die Messung 0,08 – ein hervorragender Wert, zumal bei einer Leitungslänge bis 25 Meter. Ein seltener Fall, in dem ein Gerät mit „mittlerer“ Wärmetauscherfläche ohne Anstrengung läuft – das ist vor allem dem PAM‑Inverter‑Management des Kompressors zu verdanken.
Der Kompressor ist ein GMCC der KSK‑Serie mit Index 103. KSK ist hier nicht KSN wie bei teureren Invertern, der Index 103 passt jedoch für die 25er‑Klasse – ohne Herabstufung. Ein elektronisches Expansionsventil gibt es in dieser Preisklasse erwartungsgemäß nicht, gedrosselt wird über ein Kapillarrohr. Doppelte Isolierung, saubere Montage, ordentliche Lötstellen. Die Kupferoberfläche des Außenwärmetauschers beträgt 0,37 m² – ein durchschnittlicher Wert in der Stichprobe.
Unterm Strich ist FUNAI Akoya ein sauber gemachter, „ehrlicher“ Inverter, bei dem man für 40 Tausend genau das bekommt, was auf diesem Marktlevel zu erwarten ist – ohne ausgeprägte Kompromisse. Stärken: integriertes Wi‑Fi, zwei Feinfilter im Lieferumfang, sehr niedrige Geräuschwerte (30,1 dB) und Vibrationen (0,08), Fernbedienung mit angenehmer invertierter Anzeige, Leitungslänge 25 m, stabile Funktion bei Unterspannung, ordentliche Werksmontage. Schwächen: bescheidene Kupferfläche des Innenwärmetauschers, Kompressorserie KSK (statt KSN), kein physisch lokalisierbarer Ionisator trotz Deklaration. Empfehlung für alle, die ein strikt festgelegtes Budget von „37–40 Tausend“ für eine Inverter‑25er‑Ausführung haben, wollen, dass jeder Rubel in Spezifikationen aufgeht, und an überfrachtete Marketing‑Narrative nicht glauben.