Wärmepumpen · 14. Mai 2026 · 1 Min. Lesezeit

Wärmepumpen: Erholung der Verkäufe in Europa vor dem Hintergrund der Energiekrise

Unter dem Einfluss steigender Gaspreise nach der Schließung der Straße von Hormus sind die Verkäufe von Wärmepumpen im ersten Quartal 2026 in mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, sprunghaft gestiegen.

Wärmepumpen: Erholung der Verkäufe in Europa vor dem Hintergrund der Energiekrise

Laut Daten der European Heat Pump Association (EHPA) stiegen im ersten Quartal 2026 die Verkäufe von Wärmepumpen für Privathaushalte in Frankreich, Deutschland und Polen im Durchschnitt um 25 Prozent. Dieses Wachstum erfolgte vor dem Hintergrund einer starken Zuspitzung der Energiesituation, ausgelöst durch die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran am 2. März, was zu einem deutlichen Anstieg der Gas- und Ölpreise führte.

Insgesamt wurden in elf europäischen Ländern im Zeitraum von Januar bis März 2026 rund 575 Tausend Wärmepumpen verkauft. Das sind 17 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025, als das Verkaufsvolumen 494 Tausend Einheiten betrug.

Die insgesamt positive Entwicklung verdeckt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern. In Österreich 📉 gingen die Verkäufe um 30 Prozent zurück, was Experten mit dem Fehlen staatlicher Unterstützung in Verbindung bringen. Insgesamt hängen die nationalen Ergebnisse weitgehend von den geltenden staatlichen Fördermaßnahmen ab.

Die wichtigsten Faktoren, die die Nachfrage ankurbelten, waren:

  • Steigende Energiepreise
  • Wachsende Sorgen über die Zuverlässigkeit der Lieferungen, die sich insbesondere seit März verstärkt haben

EHPA-Generaldirektor Paul Kenny stellte fest, dass Verbraucher Wärmepumpen zunehmend als zuverlässige Alternative zu instabilen Gas- und Öllieferungen wahrnehmen.

Die Europäische Kommission hat den Ausbau von Wärmepumpen in den Plan zur Reaktion auf die Energiekrise aufgenommen und vorgesehen:

  • Senkung der Mehrwertsteuer und der Steuern
  • Spezielle Finanzierungsprogramme für einkommensschwache Familien

Laut Kenny müssen die Regierungen der EU-Länder diese Unterstützungsmaßnahmen zügig umsetzen.

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