Regulierung · 05. August 2026 · 1 Min. Lesezeit

Größtes Fernwärmenetz Dänemarks senkt die Vorlauftemperaturen

HOFOR, der Wärmeversorger in Kopenhagen, plant, bis 2033 die jährliche Durchschnittstemperatur in seinem größten dänischen Fernwärmenetz (DH) mit einer Länge von rund 3.000 km auf 65 °C zu senken. Das soll die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung mithilfe von Wärmepumpen unterstützen und Verluste reduzieren. Das Projekt wird schrittweise über 15 lokale Teilnetze umgesetzt, unter Berücksichtigung der Gebäudebereitschaft und mit Unterstützung eines kommunalen Fonds zur Modernisierung von Heizsystemen.

Größtes Fernwärmenetz Dänemarks senkt die Vorlauftemperaturen

HOFOR betreibt das größte Fernwärmenetz Dänemarks mit einer Länge von rund 3.000 Kilometern. Das Unternehmen beabsichtigt, die durchschnittliche Temperatur des Wärmeträgers auf 65 °C zu senken. In den letzten Jahren konnten die Wintertemperaturen bereits von 90 °C auf unter 80 °C reduziert werden, und das Endziel ist es, für alle Abnehmer einen Jahresmittelwert von 65 °C zu erreichen.

Bis 2021 lief ein Teil des Netzes noch mit Dampf, jedoch hat HOFOR den groß angelegten Übergang zur Warmwasserversorgung abgeschlossen. In der historischen Innenstadt von Kopenhagen wurden inzwischen relativ neue Rohrleitungen verlegt, was die bevorstehende Temperatursenkung erleichtern wird. Das Projekt umfasst:

  • 35.000 Wärmezähler
  • 670.000 Einwohner
  • geplanter Abschluss der Umstellung – bis 2033

Dafür sind nicht nur Infrastruktur-Updates erforderlich, sondern auch:

  • 🤝 Dialog mit den Verbrauchern
  • neue Tarife
  • technische Lösungen

Die Temperatursenkung ist eng mit dem Programm zur Elektrifizierung der Wärmeversorgung verknüpft. Bis 2035 beabsichtigt HOFOR, bis zu 850 MW neue Leistung in Betrieb zu nehmen, hauptsächlich durch:

  • Wärmepumpen
  • Elektrokessel
  • Erhöhung der Kapazität von Wärmespeichern

Das Netz ist in 15 lokale Abschnitte mit unterschiedlichen Parametern unterteilt, daher werden die Temperaturen schrittweise gesenkt – jeweils ein Abschnitt nach dem anderen.

Im Stadtteil Amager führte das Unternehmen Tests durch, die zeigten, dass:

  • ✅ etwa 70 % der Abnehmer bereits für den Betrieb mit niedrigeren Temperaturen bereit sind
  • 🔧 bei 25 % eine Nachregelung der Anlagen erforderlich ist
  • 🛠️ bei 5 % einzelne Komponenten oder das gesamte System zu ersetzen sind

Der kommunale Fonds Varmekælderpuljen stellt Zuschüsse für die Prüfung und Modernisierung von Wärmeübergabestationen bereit, was Eigentümern hilft, die erforderlichen Arbeiten im Rahmen der Klimaziele der Stadt umzusetzen.

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