Technik · 09. Juli 2026 · 1 Min. Lesezeit

NVIDIA erhöht die Kühlmitteltemperatur in Rechenzentren auf 45 °C

NVIDIA führt die Flüssigkeitskühlung von Servern bei Temperaturen bis zu 45 °C ein, was als einer der größten Durchbrüche bei der Energieeffizienz von Rechenzentren bezeichnet wird. Die Technologie senkt den Energieverbrauch der Kühlsysteme deutlich.

NVIDIA erhöht die Kühlmitteltemperatur in Rechenzentren auf 45 °C

Das US-Unternehmen NVIDIA hat die KI-Infrastruktur der Generation Rubin vorgestellt, die weltweit erstmals eine vollständig flüssigkeitsbasierte Kühlung in einem geschlossenen Kreislauf ohne Lüfter nutzt. Die neuen Server können bei einer Kühlmitteltemperatur von bis zu 45 °C betrieben werden, was die Energieeffizienz von Rechenzentren im Vergleich zu den traditionellen Empfehlungen, die Umgebungstemperatur im Bereich von 18–27 °C zu halten, deutlich erhöht.

Im Referenzdesign NVIDIA DSX für KI-Fabriken ist der Wasserverbrauch vollständig eliminiert. Wie der Director of Cooling and Data Center Infrastructure Ali Heydari anmerkte, basiert das System auf Trockenkühltürmen und arbeitet in einem geschlossenen Kreislauf; auf Chiller wird nur in seltenen Fällen in einzelnen Klimazonen zurückgegriffen — nicht mehr als 1 % der Zeit pro Jahr.

Kühlung verbraucht traditionell bis zu 40 % des Stroms eines Rechenzentrums, und jede Erhöhung der Temperatur der Chilleranlage um ein Grad ermöglicht eine Kostensenkung von etwa 4 %. Der Umstieg auf Flüssigkeitskühlung bringt einem Hyperscale-Standort mit einer Leistung von 50 MW Einsparungen von mehr als 4 Mio. US-Dollar pro Jahr bei Energie und Wasser.

Wichtige Details des Kühlsystems 💧

  • Als Kühlmittel wird eine Mischung aus 75 % Wasser und 25 % Propylenglykol verwendet.
  • Die Mischung zirkuliert durch Kühlplatten direkt an den Prozessoren.
  • Diese Architektur:
    • reduziert den Wasserverbrauch auf null;
    • eröffnet Möglichkeiten zur Nutzung von Abwärme ♻️.
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